Chancenkiller

Auch wenn mich das falsche Käsekuchen-Versprechen nachhaltig traumatisiert hat, gab es schon vorher reichlich Online-Dating-Drama.

Das ich irgendwie ignorierte.

Tatsächlich sind Dating-Apps ein Grund, weshalb ich Frauen in Clubs und Bars abgewiesen habe.

Lieber den Roller-Move zu Apache machen, als mit der Kleinen reden.

Die finde ich doch später eh bei Tinder.

Brrm, brrm.

Ich kann über diese Dämlichkeit nur den Kopf schütteln.

O du fröhliche

Das deutsche Familienmodell basiert darauf, dass alle um 8 Uhr das Haus verlassen, es um 18 Uhr wieder betreten, essen und ins Bett gehen.

Am Wochenende werden unter viel Gequengel die Großeltern besucht, Ferien verbringt man im Stau auf der Autobahn, während die Kinder von der Rückbank aus alle 5 Minuten fragen “Sind wir schon da?”

Nach 3 gemeinsamen Tagen Weihnachten oder Homeoffice befinden sich die Eltern physisch und psychisch am Limit und reichen wenig später die Scheidung ein.

FDP der Herzen

Mehr Eigenverantwortung würde ich mir in solchen Fällen wünschen.

Ein Beispiel: Ihr seht eine Stellenanzeige, euer Traumjob, bloß die nötige Qualifikation, die fehlt, aber eine Bewerbung schickt ihr trotzdem raus, ein Versuch schadet ja nicht, und kassiert eine Absage.

Jetzt seid ihr sicher traurig, enttäuscht, bloß welchen Sinn macht es, auf die Firma zu schimpfen, den Arbeitsmarkt, die doofe Jobbörse im Internet, die schon lange andauernde Arbeitslosigkeit?

Keinen.

Beim Dating jedoch passiert genau das. Schuld haben immer andere. Die Männer, die Frauen, Tinder, Monogamie, Polygamie, Hollywood, Bollywood, wer oder was auch immer, nur natürlich nie ihr selbst.

Weihnachten zu Hause

In der Serie verliebt sich eine 30-Jährige in einen 19-Jährigen, gesteht ihm an seinem Geburtstag ihre Gefühle, die er nicht erwidert, rennt deswegen zu ihrem Barkeeper-Freund und heult sich über die Dating-Ungerechtigkeit aus, dass bei Männern keine innere Uhr tickt, sie Dauer-Single ist, einsam blah blah blah.

Ein absurdes Theater, kein 19-Jähriger würde eine Beziehung mit einer 30-Jährigen eingehen, das in ähnlicher Form auch in der Realität stattfindet, denn es gibt einfach Konstellationen, bei denen die Beteiligten ganz offensichtlich nicht am Ende Hand in Hand in den Sonnenuntergang spazieren.

Natürlich mecker ich auch, beschwere mich über bestimmte Verhaltensweisen, kurzfristig abgesagte Dates, Unentschlossenheit und was den Weibern sonst noch so an Merkwürdigkeiten einfällt, aber ich werde hier nie rumjammern, dass eine halb so alte Frau, die ich in einem Club kennengelernt habe, keine Beziehung, Kinder, Heirat und Eigenheim mit/von mir will.