MIA 3

Zur Ehrenrettung aller Lehrerinnen sei gesagt, dass sie überhaupt keine Lehrerin ist. Sie arbeitet in der Personalentwicklung.

Ich: “Du warst aber früher Lehrerin und hast dann die Seiten gewechselt?”

Sie: “Nein!”

Ich: “Aber du hast Lehramt studiert?”

Sie: “Gesundheitsmanagement!”

Warum in ihrem Tinder-Profil TEACHER steht?

Ich weiß es nicht.

GIN 7

Ich will Frauen kennenlernen, die ich attraktiv finde, ja. Mit denen ich mir mehr vorstellen kann, ja. Ich hätte gerne Bekanntschaften, Freundschaften, irgendwann vielleicht eine Beziehung.

Letzteres ist aber nicht mein aktuelles Ziel.

Deswegen habe ich auch kein Problem damit, dass es nicht sofort ein weiteres Treffen gibt. Wir hatten ein Date, haben uns 3 Stunden unterhalten. Sie hat von sich aus ein Wiedersehen vorgeschlagen.

Sollte sie darauf zurückkommen, wäre ich dabei. Ob in einer Woche oder einem Monat ist mir eigentlich egal.

GIN 6

Trotz Feminismus sind die meisten Frauen passiv, schreiben nicht zuerst, fragen nach Telefonnummern oder Dates.

Es ist eben bequemer darauf zu warten, dass der Mann sich meldet.

Und kommen dann von der Frau als Antwort Ausreden, keine Zeit, der Hamster ist gestorben, was auch immer, dann ist das eine Absage, zu der die Frau nicht mutig genug ist. Oder zu blöd.

Als sie an dem Abend ein weiteres Treffen vorgeschlagen hat, bei dem wir wahrscheinlich einen halben Tag zusammen verbracht hätten, war das echt.

So viel Menschenkenntnis und Dating-Erfahrung habe ich dann doch.

GIN 4

Am Ende, an der Kreuzung, ich hatte mich weder gedanklich noch sprachlich mit einem Wiedersehen beschäftigt, kam von ihr der Vorschlag, das nächste Mal doch den eigentlichen Date-Plan umzusetzen.

GIN 3

Mir hat auch sehr gut gefallen, dass wir uns Sonntagnachmittag in einem schnuckeligen Café getroffen haben, dort 3 Stunden geblieben sind, bis das Personal Feierabend machen wollte, statt Samstagabend in einer überfüllten & lauten Bar.

Die Kennedy-Strategie

Auf dem Höhepunkt der Kuba-Krise, so wird es zumindest in dem Film “Thirteen Days” dargestellt, schickte der Kreml dem Weißen Haus eine Botschaft, die dort als ein Signal der Entspannung verstanden wurde.

Kurz darauf folgte eine Nachricht mit gegenteiligen Aussagen.

Was machte der US-Präsident?

Er wischte das zweite Schreiben beiseite und antwortete in einem ebenfalls versöhnlichen Ton auf das erste Schreiben.

Der Konflikt war entschärft. Es gab keinen Atomkrieg.

Das funktioniert auch bei Frauen.

Geschwurbel einfach ignorieren und an die Fakten halten.

FDNSDAP

Gestern noch der Befreiung Auschwitz gedenken, um sich dann heute von einem Faschisten zum Ministerpräsidenten wählen lassen.

„Wir können zwar nicht ändern, was geschehen ist, aber es ist unsere Pflicht dafür zu sorgen, dass es nie wieder passiert“, mahnt FDP-Chef Christian Lindner.

“Es gelte daher mehr denn je, antisemitischen, ausländerfeindlichen und rassistischen Tendenzen entgegenzutreten.”

Das scheint nicht jeder in der Partei verstanden zu haben.

Aber Hashtags auf Schilder malen ist ja auch viel einfacher, als den Worten Taten folgen zu lassen.