The Power of Love

Männer können sehr wohl „heilen“.

Nicht immer nur alles kaputt machen.

„Gebrochene“ Herzen. „Angeknackstes“ Selbstbewusstsein. „Verletzten“ Stolz.

Mit Sicherheit, Verständnis, Ehrlichkeit, Ben & Jerry’s, Rosen, Diamanten …

Das habe ich selber schon.

„Du bist der erste Mann, der mich respektiert!“

Danach hat sie die Fuckboys & Arschlöcher hinter sich gelassen.

Einen netten Mann gefunden.

Die Beziehung hielt zwar nicht sehr lange, weil er ihr dann doch zu nett war, aber das ist eine andere Geschichte.

Adler-Horst

Screenshot-2018-3-28 Führungsmannschaft des BMI komplett

„Sicherheit ist eben einfach nichts für Frauen.

Ständig haben die ihre Tage, sind hysterisch, verlieben sich in Rocker, Flüchtlinge oder Terroristen.

Gestandene Männer braucht das Land.

Damit wir alle ruhig schlafen können.“

Euer Super-Innen-Heimatminister

When I come around

Aus den Sekunden-Gesprächen sind mittlerweile Minuten-Gespräche geworden.

Ist es eigentlich schwieriger, oder sogar ehrlicher als Dating?

Das platonische Kennenlernen.

Weil es dort keine Suche gibt, keine Lücke, kein Bedürfnis, keine Sehnsucht?

Weil man sich nichts geben kann, da nichts fehlt?

Ihre Attraktivität spielt schon eine Rolle. Insgesamt. Nicht nur das Aussehen.

Sie kennt viele Leute. Ist gut vernetzt. Ich kleiner Schmarotzer.

Und natürlich habe ich einen Vorteil. Da sie mich angesprochen hat.

Flavor of the Month

Während sexuell übertragbare Krankheiten zunehmen, die Wirksamkeit von Medikamenten dagegen abnimmt, Kondome in diesem Zusammenhang alternativlos sind, benutze ich nie Lecktücher.

Trotz Risiko. Das niemand genau beziffern kann.

Schon die Vorstellung ist irgendwie absurd.

Da kann ich die Frau auch gleich in Frischhaltefolie einwickeln und mit Erdbeermarmelade bestreichen.

Außen Toppits

Am Wochenende gab es auf einer Party Gratis-Kondome und natürlich habe ich mir die Cargo-Hosentaschen vollgestopft.

Dabei finde ich Kondome scheiße. Unverzichtbar, aber scheiße.

Glitschige, pissgelbe, nach Autoreifen riechende Plastiktüten.

Love at first sight

Kleidungstechnisch hatte ich schon abgerüstet. Einen Schal gewaschen, fein säuberlich gefaltet in den Schrank gelegt.

Und dann kommt der Winter zurück.

Außerdem wollte ich in einen wiedereröffneten Club. Direkt an der Elbe. 80er-Party.

Im Frühling/Sommer richtig schön. Man tritt um 6 Uhr morgens aus der verqualmten Dunkelheit ans Tageslicht, läuft beschwingt die Uferpromenade entlang bis zur nächsten U-Bahn-Station. Vögel zwitschern. Die Sonne scheint, an der Hand ein skandinavisches Supermodel, gerade kennengelernt, nächstes Jahr die Hochzeit, sie schenkt mir einen Porsche, eine Rolex und ganz viele Kinder.

Während ihr weiterhin „Generation Beziehungsunfähig“ spielt.

Die Realität.

Es ist arschkalt, windig und ich bleibe heute zu Hause.

Schmutzfink

Fast hätte ich ihr den Rat gegeben, sich doch lieber einen anderen Kerl zu suchen.

Sinnlos, ein 30-Minuten-Gespräch mit einem Mann vor einem Club zu führen, wenn die eigentliche Antwort in Sekunden ausgesprochen wäre.

Und er vorher & nachher scheinbar ziemlich wahllos Frauen anbaggert.

Jetzt wusste ich auch wieder, woher ich ihn kannte. Er stand damals knutschend im Aufgang meiner Lieblingsbar und ließ dann übertheatralisch die halbvolle Bierflasche aus seiner Hand rutschen.

Versunken im Kuss.

Hach.

Die Scherben auf der Treppe durfte die Garderobenfrau aufsammeln.

Halbpension

Ein Hotel-Blind-Date.

Kurze Begrüßung in der Lobby, dann geht es rauf.

Im Fahrstuhl.

„Ich darf das. Aber wenn ich eine Tochter habe, werde ich ihr das verbieten!“

„Was? Sich mit einem fremden Mann in einem Hotel treffen?“

„Ja!“

Sie wählt das Bett am Fenster. Damit sie morgens schnell ins Bad kann (um sich zu schminken).

Ich hätte mir als Frau das Bett an der Tür ausgesucht. Kürzerer Fluchtweg. Falls der Typ doch komisch wird.

Prioritäten.

Lehrbuch

Erzählt mir eine Frau, dass sie Lehrerin ist, laufe ich schreiend weg.

Ich hatte Erwartungen.

An eine halbwegs vernünftige Kommunikation. Berufsbedingt. Pädagogische Ausbildung, Umgang mit Kindern, Erwachsenen, Kollegen, Stress …

Holy Fuck.

War das immer ein Drama.

Und es gab viele Tinder-Single-Lehrerinnen. Eigene Ansprüche. Eingeschüchterte Männer. Keine Ahnung.