Predator 2

„Was es in Deutschland nicht gibt, sind Männer, die einfach mal flirten. Deutsche würden es sich nie erlauben, dich in einer Bar oder einem Club anzusprechen, oder – Gott bewahre – gar auf der Straße. Es gibt nur diese eine kleine Sache, die deutsche Männer machen. Sie ist so dezent, dass ich sie viele Jahre gar nicht bemerkt habe. Deutsche Männer schauen dich an. Das ist schon alles. Sie schauen.“

Ja gut, 2016 erfasste die Polizei in Berlin 586 Fälle von Vergewaltigung und sexueller Nötigung, also würde ich der Behauptung, Männer gucken Frauen nur an, doch glatt widersprechen.

Und selbst wenn Männer tatsächlich nur gucken, verstehe ich das Problem nicht. Offensichtlich ist es für die Autorin aber unvorstellbar, als Frau die Initiative zu ergreifen.

Der Mann soll handeln. Aktiv sein. Den ersten Schritt machen. Nach der Nummer fragen, nach einem Date. Sich bemühen. Drängen. Erobern. Seinem Rollenbild entsprechen.

Das ist keine Ausrede oder eine Entschuldigung, taugt aber wunderbar als solche.

Frauen wollen doch, dass …

19 Kommentare zu „Predator 2

    1. #Metoo zeigt doch, dass es so, wie es bisher läuft, nicht weiter gehen kann. Und ein Teil dieses Problems sind Rollenbilder, welche den Geschlechtern ein bestimmtes Verhalten aufdrängen, aber bestimmt nicht Männer, die doof in der Gegend herum gucken.

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      1. Na dann schreib halt und ich beschwere mich dann, wenn du mich falsch interpretierst. Aber ums nochmal deutlich zu machen: Es gibt Frauen die gerne den ersten Schritt machen und es gibt Frauen die gerne hätten, dass Männer den ersten Schritt machen. Beides ist legitim und Männer und Frauen werden wohl auch auf beide Weisen zueinander finden 😉 Und die #metoo-Debatte auf eine Ebene mit ‚Frauen wollen doch, dass Männer den ersten Schritt machen und die Initiative ergreifen…‘ zu stellen, finde ich höchst problematisch und eigentlich auch komplett verfehlt.

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      2. Die Autorin hätte ja auch schreiben können, dass die Deutschen allgemein nicht flirten. Darüber hätte man dann immer noch diskutieren können, aber dieses Verhalten wird nur den Männern negativ ausgelegt. Die haben den ersten Schritt zu machen. Punkt. Das ist doch sehr unfeministisch.

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      3. Es geht mir auch nur um den zitierten Teil. Der Rest ist eh Quatsch. Denn wegen der flirt-unwilligen Männer wird die Frau in Berlin praktisch zur Nutzung von Tinder gezwungen.

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