Zzz … bumm

Ja früher, da war ich jung und hatte das Geld. Heute, verbieten.

Privates Feuerwerk.

Irgendwer sprengt sich die Finger weg, ein Haus brennt ab, der Dreck liegt noch im Februar auf der Straße.

Schon seit Jahren. Mit Sektflasche und Knüppel raus.

Wehe, es fliegt auch nur ein Böller in meine Richtung.

Awwww … ach nee, doch nicht

Ich bin Pro-Liebe und habe keine Angst vor dem bösen B-Wort.

Beziehungsneid kenne ich allerdings nicht und bei solchen Bildern, auf denen auch Frau Insta-Famous zu sehen ist, wird mir schlecht.

Screenshot-2017-12-20 CHRIS RUTH PHOTOGRAPHY ( chrisandruth) • Instagram-Fotos und -Videos

Pärchenkram. Zusammen am Strand liegen. Über den Weihnachtsmarkt schlendern. Hätte ich da Lust zu? Meistens lautet die Antwort: Nein.

Denn ich will ja meine Rentner-WG gründen und mit 80 noch um die Häuser ziehen.

In meiner Brust schlagen zwei Herzen.

Oder keins.

Predator 2

„Was es in Deutschland nicht gibt, sind Männer, die einfach mal flirten. Deutsche würden es sich nie erlauben, dich in einer Bar oder einem Club anzusprechen, oder – Gott bewahre – gar auf der Straße. Es gibt nur diese eine kleine Sache, die deutsche Männer machen. Sie ist so dezent, dass ich sie viele Jahre gar nicht bemerkt habe. Deutsche Männer schauen dich an. Das ist schon alles. Sie schauen.“

Ja gut, 2016 erfasste die Polizei in Berlin 586 Fälle von Vergewaltigung und sexueller Nötigung, also würde ich der Behauptung, Männer gucken Frauen nur an, doch glatt widersprechen.

Und selbst wenn Männer tatsächlich nur gucken, verstehe ich das Problem nicht. Offensichtlich ist es für die Autorin aber unvorstellbar, als Frau die Initiative zu ergreifen.

Der Mann soll handeln. Aktiv sein. Den ersten Schritt machen. Nach der Nummer fragen, nach einem Date. Sich bemühen. Drängen. Erobern. Seinem Rollenbild entsprechen.

Das ist keine Ausrede oder eine Entschuldigung, taugt aber wunderbar als solche.

Frauen wollen doch, dass …

2 mal 3 macht 4

Meine jüngere Schwester wohnt in der Referenz- und Hipster-Hauptstadt Berlin, genau wie ihr Freund. Beide lieben sich ganz doll & innig, würden gerne ständig zusammen sein.

Allerdings.

Beide arbeiten auch Vollzeit, basteln an Diplom-, Bachelor- und oder Doktorarbeiten, haben Hobbys, Freunde, müssen Socken bügeln.

Und so finden Zusammenkünfte hauptsächlich am Wochenende statt. Inklusive einer Stunde Fahrzeit von Tür zu Tür. Richtiges Beziehungsfeeling, Nähe, der ganze Kram, kommt dann auf, wenn sie sich eine Auszeit nehmen. Vom Alltag. Vom Stress. Außerhalb Berlins.

Was ich daher nicht nachvollziehen kann, ist, dass Beziehungsformen jenseits des monogamen Pärchens, oft als Befreiung verkauft werden. Befreiung wovon?

Ich müsste mein Leben, wie es jetzt ist, schon für ein Weibsstück ändern. Einschränken. Verantwortung übernehmen. Verpflichtungen eingehen.

Blumen kaufen.