Fire & Forget 2

Die Frau mit dem Jackett. Verzeihung: Blazer.

Das wäre leicht gewesen. Sie hat mich auf der Tanzfläche beobachtet, mit ihrer Freundin getuschelt, mich angesprochen.

Ein bisschen tanzen, knutschen, rummachen. „Und? Wollen wir vielleicht noch woanders hin?“

Bloß, wenn ich schon vorher weiß, dass ich (sehr wahrscheinlich) kein zweites Mal mit einer Frau schlafen will, dann will ich auch kein einziges Mal mit einer Frau schlafen.

Außerdem war ich mir ziemlich sicher, dass ich ich mir nicht viel Mühe geben, mich mehr um meine als um ihre Bedürfnisse kümmern, diese vielleicht sogar völlig ignorieren würde.

Was nicht die Art Sex ist, die ich mag. Die mich befriedigt.

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Amour (17)

Dabei wäre es natürlich möglich gewesen, sie zu besuchen.

In den nächsten Ferien.

Nicht eine Sekunde darüber nachzudenken, hat mich selber überrascht.

Aber, ich habe auch Dinge gelernt.

Wenn es dich erwischt, dann hast du keine Chance.

Muh

Meinen treuen Lesern ist inzwischen sicherlich bekannt, dass ich an den Wochenenden gerne mal nach Hamburg fahre.

Dort tinder ich auch. Obwohl ich in einer Kleinstadt 100 Kilometer weiter südlich wohne.

Chats beende ich daher öfters mit dem Hinweis, früh aufstehen zu müssen, um die Kühe zu melken.

Während die Frauen leicht irritiert nachfragen, liege ich am Boden.

Vor lachen.

DIE KÜHE MELKEN.

Hahaha.

Gigolo

Es läuft einfach. Mit den älteren Ladys.

Gerade stand eine vor meiner Haustür. Schick gemacht von Kopf bis Fuß. Selbst 20jährige Influencerinnen würden im Vergleich auf ihren Selfies underdressed aussehen.

10 Euro in der Hand.

Für letzte Nacht. Höhöhö. Nein, eine Nacht mit mir wäre natürlich unbezahlbar.

Nachbarschaftshilfe. Und ich habe richtig dick aufgetragen.

Charme.

„Ob sie sich denn wieder an mich wenden dürfte?“

Natürlich. Jederzeit. Ich bin doch gerne für meine Nachbarn da. Besonders, wenn sie meine Mühe zu schätzen wüssten. Zwinker. Zwinker.

Angedeuteter militärischer Gruß. Tür zu.

Eine Dame habe ich bereits.

Die gibt mir jeden Monat 20 Euro.

AKK

Ein Witz, dass man heute auf Anti-“Merkel-muss-weg“-Demos gehen muss, selbst wenn man dem Politikstil der Kanzlerin nicht viel abgewinnen kann.

Lächerlich erscheinen mir auch ihre potentiellen Nachfolger, Jens & Annegret.

Er regt sich über englisch sprechende Hipster auf, ist stolz auf sein gutes Verhältnis zum rechts-konservativen US-Botschafter, besorgt um Recht & Ordnung in Deutschland, twittert gerne und wird öfters völlig falsch verstanden.

Sie beschwert sich über den Bundespräsidenten, weil dieser für das #wirsindmehr-Konzert in Chemnitz geworben hat, denkt über die Wiedereinführung der Wehrpflicht nach und würde gerne den Deutsch-Türken die Doppelte-Staatsbürgerschaft wegnehmen.

Sorry, aber die beiden haben doch einen Stock im Arsch.

Dann lieber Daniel.

Auch wenn der immer noch aussieht wie ein Oberstreber.

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